Das war Dienstag, der 8. September 2026
Guten Abend, liebe Leserinnen und Leser,
zwei Tage nach der Wahl in Sachsen-Anhalt gibt es mehr Details über diejenigen, die die Partei an der Spitze des Bundeslandes sehen wollen, die der Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem einstuft. Ökonomen lösen zum Beispiel den Widerspruch auf, warum die AfD da am stärksten ist, wo sich der Arbeitsmarkt am besten entwickelt. Von den Worthülsen, mit denen Berufspolitikerinnen und Berufspolitiker das desaströse Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt versuchen wegzureden, hat mein Kollege Thomas Schmoll genug. Mehr dazu in seinem Kommentar. Und nach der Wahl ist vor der Wahl: Droht der CDU nun sogar ein nie da gewesenes Schreckensszenario?, fragt mein Kollege Robin Grützmacher. Das galt heute auch für Sven Schulze, der in einer Kampfabstimmung zum neuen Chef der CDU-Fraktion in Sachsen-Anhalt gewählt worden ist. Auf dem jetzt freien Stuhl des CDU-Landesvorsitzenden will Sepp Müller Platz nehmen. Warum dem "Sachsen-Anhalt-Rebell" die Rolle als neuem CDU-Landeschef keine zu großen Fußstapfen sind, hat Volker Petersen für Sie aufgeschrieben.
Doch nicht nur der Wahlsieg der AfD beschäftigt uns heute, sondern auch ein Telefonat, eine Festnahme und Folter-Vorwürfe:
Telefonat nach Gesandtenbesuch: Trump und Putin sprechen eine Stunde "äußerst offen" miteinander
Festnahme bei Weisweiler: Stromnetz-Saboteur hat bei Festnahme Sprengmittel im Gepäck
Damit verabschiede ich mich von Ihnen und wünsche eine gute Nacht.
Ihre Johanna Ohlau
"Menschenunwürdig" - Stade sperrt Mehrfamilienhaus
Wenn jemand darum bittet, lieber in einer Obdachlosenunterkunft untergebracht zu werden als in die eigene Wohnung zurückzukehren, dann muss der Zustand des Hauses desaströs sein. Die Anfrage der Bewohnerin in einem Haus im niedersächsischen Stade hat Mitarbeiter der Stadt wohl stutzig gemacht - zurecht: kein fließendes Wasser und keine Heizung, schwarzer Schimmel an den Wänden und ein beißender Geruch in der Luft. Wegen "menschenunwürdiger Wohnverhältnisse" hat die Stadtverwaltung das Gebäude nun für unbewohnbar erklärt. Das Mehrfamilienhaus sei im Beisein der Polizei von der Bauaufsicht abgesperrt worden, teilt die Stadtverwaltung mit. So kam es erst einmal, wie von der Frau ursprünglich erbeten: Die Bewohnerinnen und Bewohner, die noch in dem Gebäude wohnten, kamen in einer städtischen Obdachlosenunterkunft unter.
Ökonom warnt vor AfD-Plänen: Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt dürfte steigen
Die AfD hat die Wahl in Sachsen-Anhalt für sich entschieden und ja, damit auch etwas Historisches geschafft: Eine vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextreme Partei hat seit Bestehen der Bundesrepublik erstmals die Mehrheit der Wählerstimmen bekommen. Davon nehmen nicht nur Menschen in Deutschland Notiz, sondern auch im Ausland wird das Wahlergebnis kritisch beäugt. Sollte die AfD in Sachsen-Anhalt tatsächlich bald regieren, dürfte die Wirtschaft im Land darunter leiden - davor warnt Ökonom Maurice Höfgen.
Bye bye, UN! Baerbock gibt Vorsitz ab an Nachfolger aus Bangladesch
So schnell ist ein Jahr auch schon wieder um: Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat heute den Vorsitz als Präsidentin der UN-Generalversammlung in New York turnusgemäß abgegeben. Symbolisch wird dabei der Zeremonienhammer an den Nachfolger oder die Nachfolgerin überreicht - in diesem Fall Khalilur Rahman, der amtierende Außenminister von Bangladesch. Er steht nun ebenfalls für ein Jahr an der Spitze der Generalversammlung der 193 Mitgliedsländer. Es sei ein Abschied "mit gemischten Gefühlen", sagte Baerbock in ihrer Abschiedsrede. Ohne die USA und Russland zu nennen, verwies sie auf "all jene da draußen, die behaupten, die UNO sei irrelevant oder würde versagen". Sie hielt Kritikerinnen und Kritikern entgegen, ohne die Vereinten Nationen stünde kein Land der Welt besser da. Klar sei aber auch, dass die 1945 gegründete Organisation dringenden Reformbedarf habe, sagte Baerbock weiter.
Rakete schlägt direkt neben Live-Reporter im Libanon ein
Das war mehr als knapp: Der Reporter Ali Chbib will gleich für einen TV-Sender live auf Sendung gehen, als es plötzlich neben ihm zur Explosion kommt - eine israelische Rakete schlägt in nächster Nähe ein. Der Journalist und sein Kameramann wollen eigentlich über einen vorangegangenen Angriff im Libanon berichten, als sie selbst Opfer eines Folgeangriffs werden.
Schulze will auf MPK-Vorsitz für Sachsen-Anhalt verzichten
Auf den neuen Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt würde direkt eine besondere Aufgabe zukommen: der Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK). Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt plädiert der noch amtierende Ministerpräsident Sven Schulze von der CDU dafür, auf den turnusgemäßen Vorsitz ab Oktober zu verzichten. Einen entsprechenden Vorschlag habe er seinen Kollegen in einem Brief an den noch amtierenden MPK-Vorsitzenden und Parteikollegen Gordon Schnieder gemacht, sagte Schulze in Magdeburg. Man habe gewusst, dass die Landtagswahl genau in die Zeit falle, in der die MPK starten werde. Schulze sagte weiter, die Situation in Sachsen-Anhalt sei aktuell nicht ganz einfach. Er habe daher vorgeschlagen, eine Entscheidung über den MPK-Vorsitz zu treffen.
"Kann ich zugucken?" - Hunderte Männer belästigen Joggerin aus viralem Video
"Ich sehe eine Rose, die gerade ihre Blätter geöffnet hat" - wer hört so etwas nicht gern beim Joggen? Sie ahnen es: niemand. Doch genau das und noch andere unangemessene Äußerungen bekam Celine von einem fremden Mann zu hören, als sie einfach nur in Ruhe joggen wollte. Sie hat den Vorfall gefilmt und ins Netz gestellt, wie der Mann immer wieder versucht, das Gespräch am laufen zu halten und ihr dann sogar noch entlocken will, wann sie immer so joggen geht - um "die Rose" beobachten zu können. Der Vorfall zeigt erneut: Frauen müssen in der Öffentlichkeit mit sexueller Belästigung in den alltäglichsten Situationen rechnen. Während viele Frauen Celine Solidarität und Mitgefühl zeigen, scheint auf Seite der Männer wohl Unklarheiten zu geben, was das Verhalten des Mannes im Video angeht. Hunderte Männer hätten sie daraufhin via Nachrichtenfunktion kontaktiert, berichtet es Celine:
Mann klaut Paketfahrzeug - und kracht in Hauswand
Meldungen wie "Paketbote stiehlt Lieferungen" oder "Mann gibt sich als Paketbote aus" gibt es ja immer mal wieder, aber in Nordrhein-Westfalen war nun mal ein Paketbote der Bestohlene: Ein Mann machte sich mit seinem Fahrzeug in Viersen auf und davon. Wie die Polizei mitteilt, nutzte der 35-Jährige einen unachtsamen Moment des Paketfahrers, als dieser gerade mit einem Paket zu einem Hauseingang unterwegs war, setzte sich ans Steuer und fuhr los. Allzu weit kam der Fahrzeugdieb jedoch nicht: In einer Fußgängerzone endete die Fahrt an der Wand einer Bankfiliale. Böses führte der Mann offenbar jedoch nicht im Schilde - mal abgesehen vom Diebstahl. Es habe keine Gefahr für Passanten bestanden, sagte eine Polizeisprecherin. Der Mann sei nicht verletzt, Wand und Auto seien allerdings beschädigt worden. Als der 35-Jährige versuchte wegzulaufen, griffen Zeugen ein und hielten den Mann fest. Warum klaut man einen Lieferwagen? Darauf gibt es wohl keine Antwort. Die Polizei weiß aber wohl, warum der 35-Jährige den Wagen nicht besonders gut rangiert bekommen hatte - er war fahruntüchtig: Ein vorläufiger Alkoholtest ergab bei ihm einen Wert von mehr als zwei Promille. Auch eine Blutprobe wurde entnommen.
General: Kein Platz für sexualisiertes Fehlverhalten in der Armee
Anzügliche Sprüche, unangebrachte Annäherungsversuche oder physische sexualisierte Gewalt - das erfasst die Bundeswehr intern als Meldungen über sexualisiertes Fehlverhalten und die Zahl der Delikte ist gestiegen. So sehr, dass einem Bericht zufolge nun auch der Generalinspekteur alarmiert ist. Wie der "Spiegel" berichtet, wandte sich General Carsten Breuer in einem internen Tagesbefehl an alle Soldatinnen und Soldaten, sexualisiertes Fehlverhalten jeder Art dürfe in der Bundeswehr nicht toleriert werden. "Deshalb beobachte ich den Umfang der Meldungen zu sexualisiertem Fehlverhalten mit großer Sorge", äußerte sich Breuer demnach. "Die Zahl der gemeldeten Fälle ist zu hoch."
Nach Informationen des Magazins deuten die aktuellen Zahlen darauf hin, dass 2026 ein neuer Höchststand der Fallzahlen erreicht werden könnte. Im Jahr 2025 verzeichnete das Ministerium demnach 430 Meldungen, 2024 waren es 395, im Jahr zuvor 385. Breuer ermahnt alle Soldaten der Bundeswehr, solche Fälle nicht zu dulden oder wegzusehen. Jede Form von sexuellem Fehlverhalten habe "keinen Platz in den Streitkräften", solche Auswüchse dürften "weder durch Vorgesetzte noch Untergebene oder Gleichgestellte akzeptiert werden". Er zähle auf "Ihre Haltung und Ihr Verantwortungsgefühl".
Deutscher stürzt auf Mallorca Treppe hinab - tot
Auf Mallorca ist ein Deutscher bei einem Unfall ums Leben gekommen. Laut Polizei starb der 1957 geborene Mann in Peguera im Westen der spanischen Urlaubsinsel, nachdem er eine Treppe hinab gestürzt war. Augenzeugen fanden den Mann in der Nacht nach Medienberichten bewusstlos und alarmierten die Rettungskräfte. Vergeblich sollen Ärzte noch versucht haben, den Mann wiederzubeleben. Gegen 2.50 Uhr wurde der Leichnam nach Angaben der Guardia Civil abtransportiert. Ob der Verstorbene auf der Insel Urlaub gemacht hat, ist nicht bekannt.
Schulze neuer Chef der CDU-Fraktion in Sachsen-Anhalt
Die CDU-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt hat Ministerpräsident Sven Schulze zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Zwei Tage nach der CDU-Niederlage bei der Landtagswahl setzt sich Schulze in Magdeburg gegen den bisherigen Fraktionschef Guido Heuer in einer Kampfabstimmung durch.
Zum Tode verurteilt: TV-Moderatorin fleht vor Gericht um ihr Leben
Sara Khalifa berichtet eigentlich in ihrer TV-Show über Verbrechen. Nun soll sie selbst eines begangen haben und wurde dafür von einem Gericht in Ägypten zum Tode verurteilt: Die 39-Jährige soll einen Drogenhandel im großen Stil betrieben haben. Khalifa bestreitet das. Die Moderatorin und Inhaberin einer Schönheitsklinik sitzt bereits seit knapp anderthalb Jahren im Gefängnis. Die 39-jährige soll ein Netzwerk für synthetische Drogen finanziert und koordiniert haben, so der Vorwurf. Neben Khalifa verurteilt das Gericht in Kairo elf weitere Angeklagte, darunter auch ihren Bruder, zum Tode durch Erhängen. Allein im Jahr 2025 verhängte Ägypten fast 500 Todesurteile, laut Amnesty International eine der höchsten verzeichneten Raten weltweit.
Schichtwechsel
Feierabend! Heißt es zumindest für meinen lieben Kollegen Alexander Schultze, aber noch nicht für "Der Tag". Ich übernehme jetzt hier für ihn und halte Sie noch bis zum späten Abend auf dem Laufenden mit Nachrichten aus Deutschland und der Welt, aber auch etwas Unterhaltung. Bleibt noch meine übliche Frage: Haben Sie Fragen, Hinweise oder Kritik? Schreiben Sie mir am besten per Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Weiter geht's!
Familie verliert Katze an Autobahn - und findet sie nach einem Monat wieder
Nach fast einem Monat Suche hat eine französische Familie ihre bei der Fahrt in den Urlaub auf einer Autobahnraststätte entlaufene Katze genau dort wiedergefunden. Nachdem die Familie erst anderthalb Wochen an der Raststätte ausgeharrt und auf den Urlaub verzichtet hatte, um Katzendame Chanel wiederzufinden, kehrte anschließend am Wochenende immer ein Familienmitglied zum Rastplatz zurück. Vom Wohnort der Familie in Versailles bei Paris bis zu der Raststätte südlich von Lyon waren das stolze 560 Kilometer.
Wie durch ein Wunder sei es gelungen, die Katze nach 28 Tagen in der Nacht von Freitag auf Samstag auf dem Rastplatz wieder einzufangen, sagte Familienvater Stéphane dem Sender Ici. Es sei ein Geduldsspiel gewesen, aber es habe geklappt. "Innerhalb weniger Minuten war sie gefangen." Bei ihrer hartnäckigen Suchaktion erhielt die Familie Unterstützung von Freiwilligen. "Alles ist gut, Chanel ist wieder zu Hause. Sie schnurrt viel, reibt sich an uns und scheint sich sehr zu freuen, uns zu sehen."
Botschafter muss wegen Trumps Island-Fantasie zum Rapport
Mit einer auf der Plattform Truth Social geteilten umstrittenen Nordamerika-Landkarte sorgt US-Präsident Donald Trump auch in Island für Aufruhr. Die Außenministerin des Landes, Thorgerdur Katrin Gunnarsdottir, bestellte am Montag den US-Botschafter ein, wie ein Sprecher des Ministeriums mitteilte. Dabei habe man "unmissverständlich" deutlich gemacht, "dass das Bild völlig unangebracht sei".
Trump provozierte am Montag mit einer Nordamerika-Landkarte, die unter anderem Kanada, Grönland, Mexiko, Kuba und Island unter der US-Flagge zeigt. Darauf prangt nur ein Ländername: Vereinigte Staaten von Amerika. Die Karte selbst kommentierte Trump nicht. Der Republikaner kokettiert immer wieder mit dem Wunsch, sich andere Länder und Inseln einzuverleiben. Im Falle von Kanada hatte er anklingen lassen, dass das Nachbarland der 51. Bundesstaat der USA werden könnte. Grönland will er kaufen und argumentiert, nur die USA könnten die zu Dänemark gehörende Insel gegen Begehrlichkeiten beispielsweise aus Russland oder China verteidigen.
AfD zementiert bundesweit gute Umfragewerte
Nach dem haushohen Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kann die Rechtsaußen-Partei auch bundesweit ihre Führung im RTL/ntv-Trendbarometer. Würde nur der gesamte Osten Deutschlands wählen, würde die AfD sogar noch deutlicher triumphieren als in Sachsen-Anhalt.
Studie: Passivrauchen führte zu 1,7 Millionen Todesfällen
Mehr als 2,7 Milliarden Menschen weltweit leiden einer neuen Studie zufolge unter Passivrauchen, darunter 767 Millionen Kinder. Wie aus der im britischen Fachmagazin "The Lancet" veröffentlichten Studie hervorgeht, trug das Einatmen von Tabakrauch allein im Jahr 2023 zu fast 1,7 Millionen Todesfällen unter Nichtrauchern bei. Rauchen wird als die häufigste vermeidbare Todesursache angesehen.
Unter den geschätzt acht Millionen Menschen, die 2023 weltweit an den Folgen von Tabakrauch starben, waren der Studie zufolge auch viele Nichtraucherinnen und Nichtraucher, die Passivrauch ausgesetzt waren. Die Studie basiert auf Daten aus 204 Ländern und Territorien im Zeitraum von 1990 bis 2023, die aus Studien aus einer Datenbank der US-Gesundheitsinstitute (NIH) sowie Befragungen stammen.
"Die Belastung durch Passivrauchen ist weltweit als Gesundheitsrisiko anerkannt, wobei es keine sichere Dosis für das Einatmen gibt", heißt es in der Studie. Unter den geschätzt 2,7 Milliarden Menschen, die 2023 Passivrauch ausgesetzt waren, waren demnach auch 767 Millionen Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren. Die Belastung trug zu 1,66 Millionen vorzeitigen Todesfällen bei. Besonders häufig wurde eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels festgestellt, bei der das Herz nicht mehr genug Sauerstoff bekommt.
Druck auf Netanjahu wächst - ignorierte er Warnung vor 7. Oktober 2023?
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu steht wegen eines Berichts unter Druck, wonach er vor dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gewarnt wurde. Die israelische Zeitung "Haaretz" druckte Auszüge aus einem noch nicht veröffentlichten Buch ihrer Reporter, wonach der Staatschef der VAE, Mohammed bin Sajed Al-Nahjan, den israelischen Ministerpräsidenten anderthalb Wochen vor dem folgenschweren Hamas-Angriff warnte, dass die radikalislamische Palästinenserorganisation einen größeren Einsatz plane.
Netanjahus Büro bezeichnete den Bericht der linksgerichteten Zeitung als "absolute Lüge". In der Stellungnahme wurde dementiert, dass Netanjahu in dem genannten Zeitraum überhaupt mit Al-Nahjan gesprochen habe.
Die israelische Opposition übte allerdings scharfe Kritik an dem langjährigen Regierungschef, der sich bei der Parlamentswahl am 27. Oktober eine weitere Amtszeit sichern will. "Netanjahu hat Dutzende Warnungen vor dem 7. Oktober erhalten und hat sie alle ignoriert", erklärte der israelische Ex-Generalstabschef und Netanjahus schärfster Rivale im Kampf um das Ministerpräsidentenamt, Gadi Eisenkot, auf X.
BSW-Vorsitzende macht klare Ansage zur AfD-Unterstützung in Sachsen-Anhalt
Die BSW-Vorsitzende Amira Mohamed Ali sieht wenig Gemeinsamkeiten ihrer Partei mit der AfD. Man werbe weiterhin für einen "überparteilichen Ministerpräsidenten" in Sachsen-Anhalt, sagte Mohamed Ali dem Radiosender WDR5. Keine Seite habe eine Mehrheit - stelle eine davon den Ministerpräsidenten, "würde das die Gräben in der Gesellschaft noch immer weiter vertiefen".
Zu einer möglichen Zusammenarbeit mit der AfD sagte Ali: "Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass dann besonders viele unserer Inhalte durchkommen könnten, weil es da doch wenig Gemeinsamkeiten gibt". Eine Gemeinsamkeit sei aber etwa das Thema Energie. Man wolle in Sachsen-Anhalt eine Bundesratsinitiative für bezahlbare Energie durchsetzen. Ansonsten werde das BSW bei seinem Kurs bleiben und weder Sven Schulze noch Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten wählen: "Wir werden nach der Wahl das tun, was wir vor der Wahl gesagt haben." Das BSW in Sachsen-Anhalt hatte zugleich die Bereitschaft bekräftigt, sich in einem dritten Wahlgang im Landtag zu enthalten, sollte AfD-Spitzenkandidat Siegmund sich zur Wahl stellen.
Auto verirrt sich auf schmale Fußgängerbrücke
"Komme ich hier schneller vom Stadtzentrum ins West End?" Diese Frage stellte sich offenbar ein Autofahrer und bejahte sie. Die Folge: Statt einer Abkürzung fand er sich zunächst in einer Sackgasse wieder - der schmalen Anderston Footbridge. In einer Engstelle der Fußgängerbrücke kam er nicht mehr weiter und musste umkehren. Das Wendemanöver dauerte einige Minuten und ein Augenzeuge hielt es mit der Kamera fest.
Polizei fasst mutmaßlichen Stromnetz-Saboteur
Die Polizei nimmt übereinstimmenden Medienberichten zufolge den Mann fest, der für die Sabotageakte auf das Stromnetz in Brandenburg, Sachsen und NRW verantwortlich sein soll.
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Bis zu 50 Prozent Zölle - Kanada-Konter gegen Trump startet
Im Handelsstreit mit den USA sind die von Kanada verhängten Gegenzölle in Kraft getreten. Die Aufschläge in Höhe von 15 bis 50 Prozent betreffen eine Reihe von US-Waren im Gesamtwert von 20 Milliarden Dollar (17,2 Milliarden Euro), darunter Stahl- und Aluminiumprodukte sowie Milchprodukte. Einige Meeresfrüchteprodukte wurden von der ursprünglichen Liste jedoch gestrichen.
Der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada war im August nach dem Scheitern von Verhandlungen eskaliert. Vor gut zwei Wochen traten US-Zölle in Höhe von 50 Prozent unter anderem auf alkoholische Getränke, Milchprodukte, Hockeyschläger und Sperrholz aus Kanada in Kraft. Kanadas Premierminister Mark Carney kündigte daraufhin Gegenzölle an. Am Montag drohte US-Präsident Donald Trump damit, den Verkauf von Flugzeugen des kanadischen Herstellers Bombardier in den Vereinigten Staaten zu blockieren und rief den in Quebec ansässigen Konzern auf, seine Flugzeuge künftig in den USA zu bauen.
Lebloser Körper im Hafenbecken ist doch kein Mensch
Ein vermeintlich lebloser, in einem Hafenbecken in Bremerhaven treibender Körper hat sich als Sexpuppe erwiesen. Die Besatzung eines Seeschiffes alarmierte am Montag die Polizei über einen vermeintlichen Todesfall im sogenannten Kaiserhafen, wie die Polizei in Bremen berichtete. Da sich nicht ausschließen ließ, dass es sich um ein verendetes Tier oder gar einen Menschen handelte, rückte ein Polizeiboot aus. Die Einsatzkräfte bargen die treibende Gestalt aus dem Wasser - der Fund erwies sich überraschend als Sexpuppe. Diese wurde nach ihrer unfreiwilligen Hafenrundfahrt von den Beamten an Bord genommen und anschließend fachgerecht entsorgt, wie die Behörde weiter mitteilte.
Schuss auf Demonstranten bei Anti-AfD-Protest - Geschoss trifft Gesicht
Nach einem Schuss aus einer Druckluftwaffe auf Teilnehmer einer Demonstration gegen die AfD in Halle nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat der polizeiliche Staatsschutz Ermittlungen aufgenommen. Ein 25-jähriger Demonstrant wurde durch ein Geschoss leicht im Gesicht verletzt und vor Ort von Rettungskräften versorgt, wie die örtliche Polizei mitteilte. Mindestens ein Schuss aus einer Druckluftwaffe sei von einem bislang Unbekannten aus einem angrenzenden Wohnhaus abgegeben worden. Die Polizei leitete demnach umgehend Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung ein, sicherte Spuren und überprüfte zwei nahe Mehrfamilienhäuser. Woher der Schuss kam, konnte bisher nicht ermittelt werden.
Bei dem angemeldeten Demonstrationszug waren nach Polizeiangaben etwa 850 Teilnehmende am Montagabend durch die Innenstadt von Halle gezogen. Das Motto des linken Aufzugs lautete "Auf die Straße - Demonstration zu den Landtagswahlen". Zu der Schussabgabe kam es dann während der Abschlusskundgebung. Der leicht verletzte Mann musste demnach nicht in ein Krankenhaus.
Millionenschaden in Museum - Diebe stehlen vier Renoir-Gemälde
Bei einem Einbruch in ein Renoir-Museum in Südfrankreich haben Unbekannte vier Gemälde des impressionistischen Malers entwendet. "Zwei Männer wurden auf Bildern einer Überwachungskamera entdeckt, sie konnten fliehen", teilte der Bürgermeister von Cagnes-sur-Mer mit. Auf der Flucht hätten sie eines der Werke zurückgelassen. Der Schaden wird auf neun Millionen Euro geschätzt. Der Alarm sei um kurz vor sechs Uhr morgens ausgelöst worden. Die Polizei sei fünf Minuten später bereits vor Ort gewesen.
Das 1960 gegründete Renoir-Museum in der Nähe von Nizza befindet sich im letzten Wohnhaus des Malers Pierre-Auguste Renoir (1841-1919) an der Côte d'Azur. Neben der ursprünglichen Einrichtung zeigt das Renoir-Museum Gegenstände, die Renoir gehörten, darunter seine Staffelei und seinen Rollstuhl, sowie Porträts, Landschaften und Akte, die der Künstler gemalt hat.
Meterhohe Wellen peitschen auf Kaliforniens Küste
Hurrikan "Marie" sorgt an der Küste Südkaliforniens erst für spektakuläre Bilder und dann für Schäden. Bis zu drei Meter hohe Wellen überspülen Strände und Straßen, dazu kommen Überschwemmungen und Stromausfälle. Der Sturm schwächt sich inzwischen ab. Doch für die Küsten gilt weiter eine Warnung.
Pisa-Studie: Deutsche Ergebnisse so schlecht wie nie
In der neuen Pisa-Bildungsstudie schneiden Schülerinnen und Schüler in Deutschland so schlecht ab wie nie zuvor. In Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften wurden bei den hier getesteten 15-Jährigen "die niedrigsten Kompetenzwerte seit Beginn der Pisa-Erhebungen erzielt", heißt es in der internationalen Vergleichsstudie.
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Fortschritt in Sabotage-Ermittlung? Polizei findet weiteres Bekennerschreiben
Nach dem Fund von selbst gebauten Sprengvorrichtungen an Hochspannungsleitungen nahe dem Kraftwerk Weisweiler in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei ein weiteres Bekennerschreiben gefunden. Details dazu gab die Polizei Köln aufgrund der laufenden Ermittlungen jedoch nicht bekannt. Während der Absuche am Kraftwerk habe es am Montagabend Blitze und Knallgeräusche gegeben. Mögliche Schäden wurden den Angaben zufolge bislang nicht festgestellt. Die Beamten setzten im Umfeld des Kraftwerks die Suche Beweisen, Spuren und dem mutmaßlichen Tatverdächtigen fort.
Am Dienstag vergangener Woche waren Anschläge auf Umspannwerke bei Jänschwalde in Brandenburg und Bergheim in Nordrhein-Westfalen verübt worden. Weitere verdächtige Vorrichtungen wurden später in Dormagen und Weisweiler entdeckt. Nach Angaben von Polizei und Netzbetreibern wurde dabei mit pyrotechnischen Geschossen leitfähiges Material in Hochspannungsleitungen geschossen, um Kurzschlüsse zu verursachen.
Australien holt zum nächsten Schlag gegen Social-Media-Betreiber aus
Australien will seine viel beachtete Regulierung sozialer Medien weiter verschärfen. Nachdem das Land Ende vergangenen Jahres als erstes weltweit Social-Media-Konten für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren verboten hatte, sollen nun auch ältere Nutzer mehr Kontrolle darüber bekommen, welche Inhalte ihnen die Plattformen anzeigen. Nutzer ab 16 Jahren sollen künftig wählen können, ob sie einen von Algorithmen zusammengestellten Feed in ihren sozialen Netzwerken sehen wollen oder lediglich Beiträge von Freunden und Content Creators, denen sie selbst folgen.
Die Regierung stellte jetzt einen entsprechenden Gesetzesentwurf vor, der Plattformen verpflichten soll, ihren Usern diese Wahlmöglichkeit anzubieten. "Es geht nicht darum, der Regierung Kontrolle zu geben, sondern den Menschen", sagte Premierminister Anthony Albanese. "Wir haben die Chance, die Technologie zum Guten zu verändern, statt uns von ihr verändern zu lassen." Das Motto laute dementsprechend: "My feed, my way" (mein Feed, meine Wahl). Das Vorhaben ist Teil eines neuen Gesetzes zur digitalen Sorgfaltspflicht ("Digital Duty of Care").
Deutschland knackt ein letztes Mal in diesem Sommer die 30‑Grad‑Marke
Allmählich verabschiedet sich der Sommer. Zum Schluss zeigt er sich vielerorts aber noch einmal von seiner schönen Seite. Teile Deutschlands dürfen sich über Temperaturen oberhalb der 30‑Grad‑Marke freuen. Ab Mittwoch ist damit Schluss: Zum einen kommt es teils zu einem erheblichen Temperatursturz, zum anderen sind Gewitter möglich. Das Beständigste ist in den kommenden Tagen die Unbeständigkeit - bis zum Wochenende ist eine stete Sonne‑Wolken‑Mischung angesagt.
185 km/h gemessen - Hurrikan "Lowell" trifft auf Hawaii
Der Hurrikan "Lowell" hat sich in der Nacht dem US-Bundesstaat Hawaii im Pazifik genähert. Das US-Hurrikanzentrum (NHC) gab für die westlichsten Hawaii-Inseln Kauai und Niihau eine Hurrikanwarnung aus. Das Auge des Sturms der Kategorie 3 sollte demnach spätestens am frühen Morgen knapp westlich an Niihau vorbeiziehen. Das NHC riet dazu, die Vorbereitungen "zum Schutz von Leben und Eigentum" zu beschleunigen. Das Hurrikanzentrum warnte am Montag (Ortszeit) davor, dass wegen der Verbindung aus Sturmflut und Gezeiten normalerweise trockene Gebiete in Küstennähe auf Kauai und Niihau überflutet werden könnten. Auch für die Insel Oahu mit Honolulu gilt eine Tropensturmwarnung.
Am Montag befand sich der Sturm laut NHC etwa 570 Kilometer südwestlich von Honolulu. Seine maximalen Windgeschwindigkeiten betrugen 185 Kilometer pro Stunde. Das NHC warnte vor heftigem Regen mit bis zu 250 Liter Niederschlag pro Quadratmeter auf Kauai und rund 200 Liter Niederschlag pro Quadratmeter auf Oahu und Big Island.
Helikopter rettet deutsche Alpen-Wanderer aus Notlage
Dramatische Minuten in den Tessiner Alpen: Zwei deutsche Wanderer stecken in steilem, gefährlichem Gelände fest. Ihr einziger Ausweg: einen Notruf absetzen und Hilfe rufen. Die Besatzung eines Rettungshubschraubers kann die Männer schließlich aus ihrer misslichen Lage befreien.
Pisa-Schock und Klingbeils Haushaltsentwurf - Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stehen weiterhin Aufarbeitung und Reaktionen auf die Ergebnisse im Fokus. Wahlverlierer CDU will sich neu aufstellen. Der Bundestagsabgeordnete Sepp Müller hat seinen Hut für den Landesvorsitz bereits in den Ring geworfen. Was aus Ministerpräsident Sven Schulze wird, ist unklar.
Im Bundestag stehen heute wichtige Entscheidungen an. Zunächst werden Verkehrsminister Steffen Bilger und Gesundheitsminister Carsten Linnemann um 10 Uhr vereidigt. Im Anschluss legt Finanzminister Lars Klingbeil seinen Entwurf für den Bundeshaushalt 2027 vor. Der sieht Ausgaben von 555,4 Milliarden Euro vor - etwas mehr als in diesem Jahr. Allein im Kernhaushalt sollen dafür Schulden von 118,7 Milliarden Euro gemacht werden.
Während des kurzzeitigen Besuchs der US-Unterhändler in der Ukraine schwiegen die Waffen - nun setzt Russland seine Luftangriffe mit voller Härte fort. In der Nacht sind zahlreiche Explosionen in der Hauptstadt Kiew zu hören. Alles Weitere erfahren Sie in unserem Ukraine-Ticker.
Der sogenannte Pisa-Schock liegt 25 Jahre zurück. Seither ist viel in der Bildungspolitik geschehen. Mit Erfolg? Unklar. Die aktuelle Pisa-Studie zeichnet zumindest ein negatives Bild der Kompetenzen deutscher Schülerinnen und Schüler. Die Ergebnisse werden heute vorgestellt.
Was heute sonst noch wichtig wird:
Das Statistische Bundesamt legt die Daten für das erste Halbjahr 2026 zur Stromerzeugung sowie -exporten und -importen vor
Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) lassen bis zum 15. Oktober wieder den "Vogel des Jahres" wählen
Borussia Dortmund startet um 21 Uhr gegen den FC Villareal in die Champions-League-Saison.
Soweit das Wichtigste in aller Kürze. Ich hoffe, Sie sind für den Tag gut aufgestellt und bestens informiert. Ich begleite Sie bis 14 Uhr durch den Tag. Mein Name ist Alexander Schultze. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!
Deutsche Gasspeicher nur gut zur Hälfte gefüllt
Der Gasspeicher-Verband INES warnt angesichts historisch niedriger Füllstände vor Engpässen bei der Erdgasversorgung im kommenden Winter. Die deutschen Speicher seien Anfang September nur zu rund 53 Prozent gefüllt, teilte die Initiative Energien Speichern (INES) in Berlin mit. Dies sei der niedrigste Stand zu diesem Zeitpunkt seit Beginn der Aufzeichnungen vor 15 Jahren. Vor einem Jahr habe der Füllstand rund 71 Prozent betragen.
Den Szenarien des Verbandes zufolge kann technisch bis zum 1. November noch ein Füllstand von rund 77 Prozent erreicht werden. Dafür müsste sich das Befüllungstempo jedoch erheblich erhöhen. In den verbleibenden zwei Monaten müsste mehr Gas eingespeichert werden als in den vergangenen drei Monaten zusammen. Ein Füllstand von 77 Prozent wäre laut dem Verband bei normalen Wintertemperaturen ausreichend, um die Versorgung zu gewährleisten. "Bei extrem kalten Temperaturen reicht ein Füllstand von rund 77 Prozent hingegen nicht aus", sagte INES-Geschäftsführer Sebastian Heinermann. Dann könne es im Januar zu Unterdeckungen kommen.
Es geht abwärts - Ernüchterung in neuer Pisa-Studie
Schülerinnen und Schüler haben nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung bei der jüngsten Auflage des internationalen Bildungsvergleichs Pisa schlechter abgeschnitten als bei der vorherigen Erhebung im Jahr 2022. Deutschlands 15-Jährige könnten immer schlechter lesen und rechnen, auch in Naturwissenschaften gehe es abwärts, schreibt die "Bild" unter Berufung auf die Auswertungen, die ihr bereits vorlägen.
Offiziell wird die neue Pisa-Studie an diesem Dienstag in Berlin vorgestellt. Für die Studie wurden in Deutschland im vergangenen Jahr rund 6700 Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 Jahren in grundlegenden Kompetenzen wie Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften getestet. Weltweit nahmen mehr als 760.000 Gleichaltrige teil.

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