Der TagBrasilienwahl wird überprüft - Versuchte US-Netzwerk Einfluss zu nehmen?
Nach der Präsidentschaftswahl in Brasilien hat ein Richter am Obersten Gericht Ermittlungen zu möglichen Wahlkampfhilfen aus dem Ausland für den unterlegenen Kandidaten Flávio Bolsonaro angeordnet. Richter Flávio Dino ordnete eine Untersuchung zu "der möglichen Herkunft, dem Kreislauf und dem Ziel ausländischer Mittel" an, wie ein Gerichtsdokument belegt. In dem Zusammenhang nannte Dino das konservative politische Netzwerk Rockbridge Network in den USA. Die Untersuchungen sollen erhellen, ob es Verhandlungen von zwei brasilianischen Unternehmern mit Rockbridge Network gab.
Dabei geht es darum, ob es konkrete Anhaltspunkte für Absprachen im Zusammenhang mit seltenen Erden und anderen wichtigen Rohstoffen gab, über die Brasilien in großen Mengen verfügt. Richter Dino ordnete zudem eine Untersuchung anderer möglicher Formen der Einmischung von außen an. Unter anderem nannte er "gezielte Asymmetrien und algorithmische Manipulation durch Internetunternehmen", die darauf abzielten, "Kandidaturen im brasilianischen Wahlprozess zu begünstigen oder zu benachteiligen". Dino verwies zur Begründung für die angeordneten Untersuchungen auf Medienberichte und Vorwürfe von Parteien, unter anderem der Arbeiterpartei des linksgerichteten Amtsinhabers Luiz Inácio Lula da Silva.