Die Indianapolis Colts haben nur rund eine Woche nach der Entlassung von General Manager Chris Ballard mit dem zuvor in den Medien kolportierten Ausverkauf begonnen. Am Dienstag schickten sie zunächst per Trade Guard Quenton Nelson zu den Seattle Seahawks. Wenige Stunden danach folgte ein Tauschgeschäft mit den San Francisco 49ers, die ihren früheren Defensive Tackle DeForest Buckner in die Bay Area zurückholten.
Nelson, der seit Jahren als einer der besten Spieler auf seiner Position gilt, bringt den Colts trotz auslaufendem Vertrag zwei Draftpicks ein: ein Drittrundenpick 2027 und ein Fünftrundenpick 2028. Für Buckner, dessen Vertrag ebenfalls am Saisonende ausläuft, schickten die 49ers derweil einen Viertrundenpick 2027 nach Indiana. Gerüchten zufolge ist dies aber nur der Anfang des Ausverkaufs bei den Colts, die fünf ihrer ersten sieben Spiele in dieser Saison verloren haben.
Weitere Namen wie Defensive Tackle Grover Stewart oder auch Wide Receiver Josh Downs machten ebenfalls die Runde. Running Back Jonathan Taylor, der noch bis 2028 unter Vertrag steht, soll jedoch offenbar gehalten werden.
Buckner zurück zu den Anfängen
Nelson war ein Erstrundenpick der Colts im Draft 2018 und erreichte in jeder seiner ersten acht Saisons den Pro Bowl, wurde zudem in seinen ersten drei Spielzeiten jeweils ins All-Pro First Team gewählt. Bei den Seahawks wird er nun eine große Schwachstelle in der Offensive Line schließen und gerade im Run Game eine Verstärkung sein.
Buckner wiederum war ein Erstrundenpick der 49ers im Draft 2016 und wurde zur Saison 2020 zu den Colts getradet. Er gilt als einer der besseren Inside-Pass-Rusher und verteidigt stark gegen den Run. Die 49ers sind verletzungsbedingt gerade an der defensiven Front geschwächt, sodass Buckner auch hier eine willkommene Ergänzung sein dürfte.

