Ralf trauert um Rennstallbesitzer

Eddie-Jordan-Spruch brachte "Schumi II" in die Formel 1

Video poster
20.03.2025 | 16:48 UhrNach dem Tod von Formel-1-Legende Eddie Jordan trauert die Motorsportwelt. Auch Ralf Schumacher hat Jordan viel zu verdanken und erinnert sich an zahlreiche Anekdoten aus der Vergangenheit. Vor allem sein damaliger Eintritt in den Rennzirkus entlockt ihm noch heute ein Lachen.
Videotranskript ausklappen
Ja, ist natürlich schwer, weil in erster Linie ist es ja so, dass man immer nicht wirklich glaubt, dass so eine starke Persönlichkeit und so und so und so ein Fighter wie er war und so ein lebenslustiger Mensch, der, der irgendwie alles mitgemacht hat, dann wirklich letztendlich den Kampf verliert gegen seine Krankheit. Ich muss sagen, klar, am Ende hat er uns beide irgendwie, aber speziell mich dann in die Formel eins gebracht, weil mir hat er dann die Chance gegeben, mich damals auch seinen Auftritt in Spa. Aber dann bei mir war es so, ich werde nie vergessen. Nach meiner Testfahrt mit McLaren kam er dann zu mir hinter die Boxen. Vergisst den Ron Dennis, den mag eh keiner. Kommt zu mir, fahre bei mir. Und so bin ich dann irgendwie auch schlussendlich bei Jordan gelandet. War auch eine schöne Zeit. Die war nicht immer ganz harmonisch, aber das gehört auch dazu. Er war halt einfach ein großartiger Charakter, auch in alle Richtungen und war natürlich sehr extrem und strebsam. Zu der Zeit aber hat das Herz am rechten Fleck gehabt. Gelacht haben wir viel, aber natürlich auch genau das Gegenteil. Also wenn es dann mal nicht so lief. Ich kann mich daran erinnern, dass er mich dann mal anruft und sagte Also beim nächsten Rennen hast du einen Punkt. Fährst du weiter? Wenn du keinen Punkt einfärst, dann bist du raus. Also das konnte er auch. Also er hat gerne schon mal den Druck, den er natürlich auch hatte, weitergeleitet. Ja, Eddie. Eddie war ein Mensch, der hat es irgendwie geschafft, seine Interessen durchzusetzen. Auch sehr hart, aber nie wirklich eine Tür hinter sich zu schließen. Er hatte dieses. Diese Menschlichkeit. Dann trotzdem wieder zurückzufinden. Also auch wir waren ja eigentlich kurz vor vorm Gericht und da war auch so eine Anekdote. Ja, gut, du kannst das jetzt machen, da gehe ich in Berufung, aber dann kannst du bei Williams den Vertrag nicht unterschreiben und mach es also besser. Und trotzdem haben wir Jahre später wieder Freundschaft geschlossen, haben viel darüber gelacht. Das ist so uns beiden ist ja dann auch am Ende gut gegangen. Dann kann man ja auch lachen. Aber das war Eddie als Typ, der immer sehr offen ehrlich war. Auch die, die Fahrer nachher bewertet hat, auch in der TV Karriere stark war, aber trotzdem überall willkommen war. Ich glaube, er mag auf jeden Fall Musik, das heißt wenn man irgendwas cooles für ihn macht in der Richtung, glaube ich, dann würde es ihn freuen. Und ich glaube, große Trauer will er gar nicht sehen, sondern er will Vollgas sehen und er möchte am liebsten. Wahrscheinlich würde er sagen Jetzt macht weiter und ich möchte einfach ein spannendes Rennen sehen. So ist er einfach gewesen und dementsprechend so sollte man auch in Erinnerung behalten. Und als wirklich, ja super Familienmensch Er hat auch immer. Einmal im Jahr weiß ich noch den die ganzen Jordans. Das wurde immer immer mehr ein tolles, eine tolle Videobotschaft an seine Freunde und Familie geschickt. Wie die alle zu Weihnachten irgendein Lied gesungen haben. Das war immer toll zu sehen und und ich glaube, so glücklich und voller Energie sollte man in Erinnerung behalten.
Video Empfehlungen