Borussia Mönchengladbach kämpft um eine Vertragsverlängerung mit Wael Mohya. Nach Sky-Informationen laufen Gespräche über eine Ausdehnung des bis 2028 gültigen Vertrags samt Gehaltsanpassung. Auch eine mögliche Ausstiegsklausel wird Gegenstand der Verhandlungen sein. Die Borussia bewertet ihre Chancen realistisch: Mehrere europäische Topklubs beobachten den Offensivspieler, aus der Bundesliga sind unter anderem Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und RB Leipzig interessiert. Ein Winterwechsel gilt aktuell als unwahrscheinlich. Im Sommer ist dagegen alles möglich, auch ein Verbleib – Voraussetzung dafür ist der Klassenerhalt. Sportchef Rouven Schröder erklärte im „Doppelpass“: „Wir sind mit ihm, seinen Eltern und seiner Agentur im Austausch. Wael fühlt sich pudelwohl und ist sozusagen ein Jung-Fohlen.“ Zugleich verwies er auf die Notwendigkeit, Transferüberschüsse zu erzielen: „Das möchte der Fan nicht immer unbedingt hören.“

Die halbe Liga jagt Gladbachs Mohya
Für einen Verbleib spricht Mohyas hohe Identifikation mit Borussia. Er wuchs rund 25 Minuten vom Stadion entfernt auf und schoss die Fohlen 2025 zum U17-Titel. Zudem hat er ein sehr gutes Verhältnis zu Schröder und Geschäftsführer Stefan Stegemann. Dabei hätte Gladbach sein Talent im vergangenen Jahr beinahe verloren: Nach Sky-Informationen verkannten die Verantwortlichen zunächst sein Potenzial und boten ihm keine Perspektive. Mohya war sogar kurzzeitig ohne Vertrag und damit ablösefrei zu haben. Erst seine starken Leistungen in der U17-Endrunde überzeugten die Klubführung, insbesondere Stegemann. Schon damals waren unter anderem Hertha BSC, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt und der VfB Stuttgart interessiert. Nun versucht Borussia, das Eigengewächs länger zu binden. Eine Ausstiegsklausel könnte dabei einen späteren Wechsel vertraglich regeln; vereinbart ist sie bislang nicht.

