Paraguay setzt seinen erfolgreichen Weg mit Gustavo Alfaro fort. Der 64 Jahre alte Argentinier hat seinen Vertrag als Nationaltrainer bis 2030 verlängert und soll die Albirroja bei der kommenden Weltmeisterschaft betreuen. Verbandspräsident Robert Harrison bestätigte die Einigung mit einem Foto, auf dem beide ein paraguayisches Trikot mit Alfaros Namen und der Zahl 2030 präsentierten. Für den Verband ist die Fortsetzung der Zusammenarbeit die Konsequenz aus der Entwicklung seit Alfaros Amtsantritt im August 2024. Damals übernahm er eine Mannschaft, die in der südamerikanischen WM-Qualifikation unter Druck geraten war. Unter seiner Leitung stabilisierte sich Paraguay, fand seine defensive Stärke wieder und löste erstmals seit dem Turnier 2010 in Südafrika das Ticket für eine Weltmeisterschaft.
Bei der Endrunde 2026 in den USA, Kanada und Mexiko führte Alfaro das Team bis ins Achtelfinale. Nach der Gruppenphase gelang Paraguay in der ersten K.-o.-Runde eine große Überraschung: Gegen Deutschland setzte sich die Albirroja nach einem 1:1 über 120 Minuten mit 4:3 im Elfmeterschießen durch. Torhüter Orlando Gill parierte dabei zwei deutsche Versuche. Erst im Achtelfinale endete der Lauf durch ein knappes 0:1 gegen Frankreich. Die Leistungen stärkten Alfaros Position und sorgten in Paraguay für neue Begeisterung. Der Vertrag umfasst neben der Vorbereitung auf die WM 2030 die Copa América 2028 als Zwischenziel. Bei der Jubiläums-Weltmeisterschaft, die 100 Jahre nach der ersten Austragung stattfindet, gehört Paraguay zu den Gastgebern eines Eröffnungsspiels und ist bereits qualifiziert. Alfaro kann sein Team daher ohne Qualifikationsdruck weiterentwickeln. Der Argentinier erhält die Chance, den Umbruch fortzusetzen, junge Spieler einzubauen und Paraguay bei einem auch im eigenen Land ausgetragenen WM-Turnier anzuführen.

