Mbappé verursacht Skandal

Real Madrid kriecht in China zu Kreuze

628237591
Die Werbung gibt es nicht mehr. (Foto: picture alliance / ROPI)
00:00 / 02:18
28.10.2026 | 11:17 Uhr
Kylian Mbappé amüsiert sich - und löst damit unwissentlich in China einen Skandal aus. Der Fußball-Superstar bekommt die Konsequenzen zu spüren und verliert Werbepartner. Weil auch die gesamte spanische Liga in Geiselhaft genommen wird, reagiert jetzt auch Real Madrid.

Nach dem Wirbel um einen mutmaßlichen Scherz von Fußball-Superstar Kylian Mbappé über Chinas Staatsgründer Mao Zedong hat sich nun auch Real Madrid offiziell entschuldigt. Der Klub wolle sich "beim chinesischen Volk für die Verstimmung entschuldigen, die durch die jüngsten Äußerungen unseres Spielers Kylian Mbappé möglicherweise entstanden ist", teilte der spanische Rekordmeister mit.

Chinas staatliches Medienunternehmen hatte zuvor verkündet, vorerst keine Spiele der spanischen Liga mehr zu übertragen. "Unser Verein hegt tiefen Respekt vor China, seiner Geschichte, seiner Kultur und seinen Menschen - ebenso wie vor den Millionen chinesischen Fans, die Real Madrid Zuneigung und Bewunderung entgegenbringen", schrieb Real daraufhin.

Auslöser war ein im Internet verbreitetes Video. In diesem sagt Mbappé, das lustigste Meme, das er je gesehen habe, sei eines, bei dem sein Gesicht per Photoshop auf das Gesicht eines "chinesischen Diktators" montiert worden sei. Später entschuldigte sich der 27-Jährige, seine Äußerung sei "unüberlegt" gewesen.

In China wurde die Entschuldigung zumindest zur Kenntnis genommen. Guo Jiakun, ein Sprecher des Außenministeriums, erklärte am Mittwoch bei einer regelmäßigen Pressekonferenz: "Wir nehmen die Entschuldigung, die die betreffende Person ausgesprochen hat, ernst."

Nach Mbappés Äußerung war in China auch Real in die Kritik geraten, weil der Klub zunächst keine öffentliche Entschuldigung abgegeben hatte. Am Mittwoch landete die Frage "Wie lange will das arrogante Real Madrid noch den Kopf in den Sand stecken?" auf Platz fünf der Suchanfragen bei der Suchmaschine Baidu. Real Madrid habe Mbappé für sein Verhalten "weder kritisiert noch verwarnt, geschweige denn disziplinarische Maßnahmen ergriffen", hieß es in einem Leitartikel der staatlichen "Global Times".

Nun folgte die Reaktion der Königlichen - wohl auch vor dem Hintergrund, dass Mbappé bereits zwei große Sponsoren aus China verloren hat. In China gelten Witze über Mao Zedong, den 1976 verstorbenen Staatsgründer der Volksrepublik, als besonders sensibles Thema.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/sid