Tumulte nach Gala-Sieg

Istanbul-Derby gerät völlig aus dem Ruder

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Rudelbildung: Nach dem Istanbul-Derby ging es unschön zur Sache. (Foto: IMAGO/Anadolu Agency)
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27.10.2026 | 14:53 Uhr
In Istanbul fliegen beim Stadtderby zwischen Galatasaray und Fenerbahce die Fetzen, die Polizei muss eingreifen. Danach hauen sich die Rivalen auch noch fragwürdige Vorwürfe um die Ohren.

Heftige Tumulte haben das Süper-Lig-Derby zwischen den Istanbuler Renommierklubs Galatasaray und Fenerbahce überschattet. Kaum war der 2:1-Sieg Galas durch den Schlusspfiff des Schiedsrichters besiegelt, gingen Spieler beider Mannschaften auf dem Rasen aufeinander los. Polizei und Sicherheitsgriffe schritten ein, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Der entscheidende Funken der Emotions-Explosion war offenbar ein Streit zwischen Fenerbahces Kapitän Kerem Aktürkoglu und dem Ex-Freiburger Roland Sallai von Galatasaray. Abdülkerim Bardakci (Gala) und Archie Brown (Fener) gaben sich besonders heftig Saures, beide gingen zu Boden. Schiedsrichter Atilla Karaoglan zeigte den Streithähnen die Rote Karte, Aktürkoglu und Sallai sahen jeweils die Gelbe Karte.

Die Schuld für den Eklat schoben sich die Rivalen hinterher erwartungsgemäß gegenseitig in die Schuhe. "Wenn Sie sich das Video ansehen, werden Sie sehen, wer zuerst angegriffen hat", sagte Bardakci. Brown machte dagegen die Galatasaray-Spieler verantwortlich. "Ihr Kapitän hat Matteo Guendouzi an den Haaren gezogen. Ich habe das gesehen und ihn verteidigt", so der Engländer, der spottend und politisch ganz und gar unkorrekt ergänzte: "Sie ziehen an den Haaren und kratzen wie Frauen."

Sportlich betrachtet hat Galatasaray durch den Derbysieg auf ganzer Linie zu lachen. Das Team um den früheren Nationalspieler Leroy Sané festigte mit den drei Punkten die Tabellenführung in der Süper Lig. Sané kam in der 80. Minute ins Spiel, blieb bis zum Schlusspfiff aber unauffällig. Der einstige DFB-Kapitän Ilkay Gündogan schmorte die komplette Distanz auf der Bank. Nach dem neunten Spieltag führt Galatasaray die Tabelle mit 22 Punkten an und hat auf den Erzrivalen schon sechs Punkte Vorsprung.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar