Sammer über erkrankten Kompany
"Die Anteilnahme ekelt mich an"

27.10.2026 | 18:28 UhrVincent Kompanys Kollaps löst eine Welle der Anteilnahme in der Fußball-Welt aus. Auch die Frage, ob das Pensum des Trainer-Jobs zu groß ist, wird gestellt. Matthias Sammer findet das heuchlerisch und kritisiert die deutschen Klubs.
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Jetzt passiert etwas von einer Anteilnahme. Also die ekelt mich ein Stück weit an! Man muss dazu sagen, ich weiß nicht, was er hat, außer dass ich gelesen habe, dass er einen Virus hat. Aber ich habe in den letzten Tagen und Stunden einen anderen Instinkt dahingehend entwickelt, weil ich wünsche ihm alles Gute so schnell wie möglich, dass er gesund wird, dass er regeneriert und komplikationslos wann auch immer eine Zukunft hat, um seinen Beruf auszuüben. Was mir gekommen ist, ist der Grundgedanke, um zu sagen unsere Trainer sind auch nur Menschen. Und mein Gedanke war jetzt passiert etwas von einer Anteilnahme. Also die ekelt mich ein Stück weit an, weil wie viele Menschen da draußen erleben zur aktuellen Situation vielleicht ähnliches mit Virus, mit, mit einem Zusammenbruch, mit mit Krankheit in der Hoffnung, dass das alles nichts Schlimmes ist. Und wir gehen aber davon aus, weil er und dann noch der Trainer von Bayern München. Also der hat ja gefälligst immer gesund zu sein. Das ist ein Instinkt. Ich kann das gar nicht besser erklären, warum ich so eine Saison in mir drin, wo sich das sträubt, um zu sagen das sind Menschen, und die sind verletzlich und die können auch mal krank werden. Aber wir tun gerade so, dass das eigentlich gar nicht geht. Und dann sind wir betroffen. Und dann so tun wir. Was ist denn dein Gefühl, Mitleid zu haben? Mein Kritikpunkt ist der Umgang insgesamt, auch mit Trainern. Wir arbeiten viel zu sehr daran, um uns abzuarbeiten, speziell an Trainern in einer Art und Weise, und sind dann plötzlich echauffiert, dass da mal einer umkippen kann, dass es dem nicht so gut geht, mit dem Druck nicht umzugehen. Ich glaube, dass wir speziell gegenüber den Trainern und der Einsamkeit der Trainer und der Verantwortung der Trainer immer schon das Gefühl hatten, dass man das benennen muss. Ist aber auch ein Punkt. Intern zu sagen, den Trainer in einer Konstellation, wie wir sie gerade haben, auch besser zu schützen.





























